Funktionsprinzip eines
Nivellierungsrolle
:
Anfangsbiegung (Einfahrtsbereich)
Das Blech durchläuft zunächst die Einlaufwalzen, wo abwechselnd oben und unten angeordnete Walzen Biegekräfte ausüben, die weit über der Streckgrenze liegen. Dadurch wird die Oberflächenschicht gedehnt und die Kernschicht gestaucht, wodurch große Wellen oder Verformungen vermieden werden.
Wiederholtes Biegen (Mittelteil)
Beim Durchlaufen eines dichten Walzensatzes erfährt das Blech abwechselnd Vorwärts- und Rückwärtsbiegungen (S-förmige Bahn), sodass die gedehnten/gestauchten Bereiche aus der vorherigen Stufe bei der nächsten Biegung ausgetauscht werden, wodurch Restspannungen abgebaut und neu verteilt werden und die Planheit schrittweise korrigiert wird.
Steuerung der elastischen Rückstellung (Ausgangsbereich)
Der Walzenspalt am Austritt ist etwas größer als im Mittelteil. Dadurch wird eine Kraft ausgeübt, die etwas über der Streckgrenze liegt. Dies ermöglicht es dem Blech, unter kontrollierter elastischer Rückstellung auszutreten und verhindert so ein Zurückverziehen oder eine unzureichende Korrektur.